Maxim Wakultschik: Raumgreifende Malerei

ERWEITERUNG UND VERDICHTUNG: In Maxim Wakultschiks Kunst stellen diese beiden Begriffe keine einander ausschließenden Gegensätze dar. Vielmehr bedingen sie sich in der Arbeit dieses brillanten Künstlers, führen nur gemeinsam zu diesen immer wieder aufs Neue mit dem Auge des Betrachters spielenden Werken, die im Zentrum von Wakultschiks Œuvre stehen.

Autor:
Daniel Janzen
Art Consultant

Objekthaft, dreidimensional, Bildgrenzen überschreitend – So wird Kunst zum faszinierend fesselnden Erlebnis.

ERWEITERUNG UND VERDICHTUNG: In Maxim Wakultschiks Kunst stellen diese beiden Begriffe keine einander ausschließenden Gegensätze dar. Vielmehr bedingen sie sich in der Arbeit dieses brillanten Künstlers, führen nur gemeinsam zu diesen immer wieder aufs Neue mit dem Auge des Betrachters spielenden Werken, die im Zentrum von Wakultschiks Œuvre stehen.

Maxim Wakultschik

Seit jeher gibt sich der in Düsseldorf lebende Weißrusse nicht mit den lediglich zweidimensionalen Möglichkeiten der Bildkreation zufrieden. In faszinierenden Materialmixen und mit einer Vielzahl selbst entwickelter Techniken überschreitet Maxim Wakultschik kontinuierlich die natürlich gegebene Bildgrenze, um seine Werke ins Objekthafte zu überführen. Seine Bilder fußen fraglos auf Malerei im klassischen Sinne. Doch er erweitert sein Schaffen in die dritte Dimension. Und indem er das tut, verdichtet Wakultschik die Begegnung zwischen dem Gezeigten und dem Betrachtenden. Diese Kunst wächst ihrem Gegenüber entgegen, fordert ihn heraus, nimmt ihn ganz in Beschlag. Vollendet wird dieses fesselnde Erlebnis dadurch, dass es sich bei Wakultschiks Bildern meist um frontale Porträts handelt – um direkte Blickkontakte von nahezu hypnotischer Qualität.


KOMPLEXE WERKE VON ENORMER DETAILTIEFE Maxim Wakultschik war gerade einmal elf Jahre alt, als sein immenses künstlerisches Talent im Jahr 1984 zunächst entdeckt und in der Folgezeit gezielt gefördert wurde. Bis zum Ende der Sowjetunion befasste er sich am Weißrussischen Lyzeum der Künste sechs Jahre lang mit den Grundlagen der klassischen Kunst und der Malerei. Auf dieses Fundament aufbauend, absolvierte Wakultschik ab 1992 ein Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf – zunächst bei Beate Schiff, später bei Jannis Kounellis. Hier entdeckte er die Faszination des Räumlichen, der Objekte, Skulpturen und Reliefs. Bis zum heutigen Tag entsteht Wakultschiks Kunst im Spannungsfeld zwischen den beiden Polen seiner Ausbildung: zwischen Malerei und Objektkunst.

Unterfüttert wird seine Arbeit von einer enormen Neugier und Experimentierfreude. Stetig ist Maxim Wakultschik auf der Suche nach neuen Wegen für seine raumgreifende Kunst. Gut zwei Hände voller ureigener Produktionstechniken und mehrere hundert Farben hat er bereits entwickelt. Je nach Bedarf kombiniert er Werkstoffe wie Papier, Plexiglas, Metall oder Holz mit den klassischen Malerei-Materialien Leinwand, Öl und Acryl. So lässt er Werke entstehen, die sich dem Betrachter nicht auf Anhieb erschließen. Verwirrend komplexe Arbeiten, die in ihrer Detailtiefe schon dann anders wirken, wenn man nur leicht die Position vor dem Werk verändert. Was aus unmittelbarer Nähe so klar erscheint, erweist sich aus weiterer Entfernung als Illusion und umgekehrt. Ebenso perfekt konzipiert, wie produziert, sind Wakultschiks Bilder darauf ausgelegt, sich erst durch Interaktion komplett zu entfalten, ohne dabei je endgültig zu erfassen zu sein. Sie sind stetige, nie langweilig werdende Einladungen zur Auseinandersetzung.

WAKULTSCHIK BEGEISTERT KUNSTFREUNDE IN ALLER WELT Budapest, Genf, Houston, London, Los Angeles, Mykonos, Portocolom auf Mallorca:  Die Liste der Orte, an denen Maxim Wakultschik seine Kunst im Laufe der letzten bald zwei Jahrzehnte ausgestellt hat, ließe sich beinahe ins Endlose fortsetzen. Dass diese Orte sich über den gesamten Globus verteilen, verdeutlicht, welch weltweit wirkendes Faszinosum Wakultschik mit seinen Arbeiten geschaffen hat. Überall wollen die Menschen dieses perfekt inszenierte Spiel zwischen Illusion und Wahrnehmung sehen. Und natürlich auch kaufen. Mittlere fünfstellige Summen sind nötig, um sich diesen Wunsch zu erfüllen.


Der Wandel im Kunstmarkt
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