Basistips für Kunstsammler und -Investoren

In Kunst zu investieren ist längst kein Geheimtipp für Insider mehr. Kaum ein anderer Markt hat sich in den letzten 20 Jahren so rasant entwickelt wie der Kunstmarkt. Viele Sammler konnten ihr investiertes Kapital so nachhaltig vervielfachen. Allein die Werke der ZERO-Gruppe wie z. B. Günther Uecker, Otto Piene oder Heinz Mack haben ihre Werte seit dem Jahr 2000 teilweise verzehnfacht. Der asiatische Markt – insbesondere China – boomt ungebrochen. Im Gegensatz zu den Kapitalmärkten, die z. B. vom großen Immobiliencrash oder von der Griechenlandkrise geschüttelt wurden, hat sich der Kunstmarkt relativ stabil entwickelt. 

Wenn Sie selbst in Kunst investieren möchten, sollten Sie sich aber insbesondere als Einsteiger genau informieren.  Basistips für Kunstsammler und -Investoren weiterlesen

Die Musealisierung der Straße

REPORTAGE ÜBER DAS MUCA

Streetart-Metropole München. Bayerns Landeshauptstadt, einst wegen der enormen Anzahl der Delikte die erste Stadt Deutschlands mit einer polizeilichen Soko Graffiti, ist paradoxerweise seit 2016 auch die erste Stadt Deutschlands mit einem eigenen Museum für Urban-Art. Seit-her beherbergt das Hackenviertel Deutschlands erstes Museum, das sich mit der kunstgeschichtlichen Einordnung dieser ursprünglich wilden Kunst befasst – und dies in aufsehenerregender Kulisse mit hochkarätigen Ausstellungen. 

Wo könnte ein Museum, das sich mit urbaner Kunst befasst, besser aufgehoben sein als im Herzen einer Großstadt? Gerade einmal sechs Minuten Fußweg entfernt vom Marienplatz und Sendlinger Tor und acht Minuten entfernt vom Stachus, positioniert sich das MUCA – so die Abkürzung des »Museum of Urban and Contemporary Art« – mitten im Zentrum Münchens als erstes Museum seiner Art auf deutschem Boden.  Die Musealisierung der Straße weiterlesen

Vor der Kulisse, hinter der Kulisse

ATELIERBESUCH BEI CLAUS RICHTER

Wie magisch hatten mich seine auf der diesjährigen Art Cologne präsentierten Arbeiten angezogen. In ihrer verspielt nostalgischen, scheinbar leichtfüßigen Ästhetik hatten die ausnahmslos figurativ gestalteten Werke einen fast kindlichen Entdeckergeist in mir geweckt. Was hatte es mit den Teufelchen der Wandarbeit auf sich, die einfach den Zeiger der Standuhr festhielten und mich so herausfordernd angrinsten? 

Das in einer Art hölzernem Scherenschnitt gefertigte Werk hatte sich bei näherer Betrachtung sehr schnell als alles andere als leichtfüßig entpuppt. Hier wurde nicht einfach nur ein Zeiger, sondern die Zeit angehalten. Ein Schnitt gemacht für ein Ende oder einen Neubeginn. Ein solches Wechselspiel, Tiefsinniges vor scheinbar harmloser Kulisse zu erzählen, ist typisch für die Kunst von Claus Richter, wie ich bei meinem heutigen Atelierbesuch erfahren werde …  Vor der Kulisse, hinter der Kulisse weiterlesen

Vienna Contemporary 2018

EIN MESSEBESUCH AUF DER VIENNACONTEMPORARY 

Die Liste der internationalen Kunstmessen mit der Ausrichtung auf zeitgenössische Kunst ist lang. 

ZUM KONZEPT 

Zum neunten Mal in Folge belegt Wien in diesem Jahr Platz 1 des Mercer-Rankings als lebenswerteste Stadt der Welt. Politische, wirtschaftliche, kulturelle und umweltorientierte Faktoren bestimmen die Kriterien dieser Bewertung. Und es scheinen genau diese Faktoren zu sein, denen sich auch das Konzept der »viennacontemporary« verpflichtet fühlt. 

Vienna Contemporary 2018 weiterlesen

Multimediale Selbsterfahrung

AUSSTELLUNGSBESUCH BE I JOHANNA KEIME YER 

Berlin, Prenzlauer Berg. Stadtbad Oderberger Straße. 

Es ist der Ort, an dem Johanna Keimeyer ihre in den Medien viel besprochene spektakuläre Tanzperformance anlässlich der Wiedereröffnung des sanierten Gebäudes inszenierte und der Ort, an dem sich über die gesamte Anlage verteilt Fotografien ihrer Werkserie »Pool Around Me« befinden. Hier beginnen wir unsere Tour durch Berlin, eine Tour quer durch das multimediale Schaffen der Künstlerin … 

Multimediale Selbsterfahrung weiterlesen

Der Wandel im Kunstmarkt

Immer höhere Rekordergebnisse im Kunsthandel lassen leicht den Schluss zu, dass die Branche insgesamt boomt. Doch warum schließen dann immer mehr Galerien? Wir sprechen mit Johann König, der mit seiner Galerie in Berlin die bisherigen Regeln des Kunstmarktes auf den Kopf stellt und sowohl räumlich als auch konzeptionell zukunftsweisende neue Zeichen setzt. Der Wandel im Kunstmarkt weiterlesen

Sammlerland Rheinland

Wer nicht weiß, was sich hinter der unscheinbaren Toreinfahrt in der Birkenstraße 47a verbirgt, läuft an der Sammlung Philara in Düsseldorf-Flingern einfach vorbei. 

Dabei lohnt sich schon allein wegen der seit 2014 in einer umgebauten Glasfabrik beheimateten Sammlung ein Besuch des Rheinlandes.

Auch an diesem Ort bestätigt sich: Wer Kunst sammelt, gibt ein Statement für Offenheit und Interesse am Diskurs zu gesellschaftlichen Themen ab. Wer Kunst sammelt, erkennt die Tatsache an, dass es auf viele Fragen keine einfachen Antworten gibt und der Reiz vielmehr in der Vielschichtigkeit und dem nicht Erklärbaren liegt.

Sammlerland Rheinland weiterlesen

Ein Gesamtkunstwerk aus der Zukunft – Eva & Adele

Ein Ausstellungsbesuch bei Eva & Adele

Wer hat sie nicht schon einmal irgendwo gesehen? Ihr Erscheinungsbild zieht einfach alle Blicke auf sich.

Stets identisch in grellen, damenhaften Kostümen gekleidet, stark geschminkt und mit kahl rasierten Köpfen kommen sie bei ihren Besuchen auf den Kunstmessen und Events in aller Welt meist nur wenige Meter voran. Unentwegt bittet sie jemand um ein Foto. 

Seit nahezu 30 Jahren gibt es ein »Nein« so gut wie niemals zu hören. EVA & ADELE stellen sich in Pose und lächeln. Und das immerzu. Das Lächeln ist eine wesentliche Komponente ihrer Performance FUTURING, die jede Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem auflöst. Dass diese Performance aber auch von einem beeindruckenden Konvolut an Gemälden, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Filmen und Kostümen begleitet wird und in namhaften Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten ist, ist hingegen vielen nicht bekannt. Ein Gesamtkunstwerk aus der Zukunft – Eva & Adele weiterlesen

Genialische Aneignung

Ein Atelierbesuch bei Matthias Wollgast

Durch die Ausstellung »The Steps with no Name« im Kunstmuseum Bonn begleitet mich heute kein Geringerer als der Künstler, für den diese Ausstellung ausgerichtet ist – Matthias Wollgast. Bonner Kunstpreis, Förderpreis für Bildende Kunst des Landes NRW, Einzelausstellungen in Museen … es läuft gerade richtig gut für ihn. Was macht das Besondere in seinem Werk aus, das sich zwischen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Film, Künstlerbuch und sogar Möbeldesign bewegt? 

Genialische Aneignung weiterlesen